Ärzte Zeitung online, 03.09.2010
 

Hessischer Arzt verhängt Kopftuchverbot

WÄCHTERSBACH (dpa). Ein Allgemeinmediziner aus dem osthessischen Wächtersbach hat in seiner Praxis ein Kopftuchverbot verhängt. Neben dem "strikten Verbot" verlangt er von seinen muslimischen Patienten Grundkenntnisse der deutschen Sprache und will keine Familien mit mehr als fünf Kindern in seine Räume lassen.

Der Arzt bestätigte am Freitag einen Bericht der "Gelnhäuser Neuen Zeitung". Der Nachrichtenagentur dpa sagte er, er habe seit Jahren große Schwierigkeiten bei der Behandlung muslimischer Patienten, ihm sei jetzt "der Kragen geplatzt". Deshalb habe er einige "Spielregeln" formuliert und in seiner Praxis aufgehängt.

Artikel der "Gelnhäuser Neuen Zeitung"

Lesen Sie dazu auch die Langfassung:
Arzt verbietet Patientinnen Kopftuch - und riskiert rechtliche Konsequenzen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »