Ärzte Zeitung, 03.05.2013

Zwangsruhestand

Internist Ettrich hofft auf die BÄK

FRANKFURT/MAIN. Der Ex-Vertragsarzt Dr. Günter Ettrich, der seit Jahren erfolglos um Entschädigung für seinen Zwangsruhestand als Niedergelassener kämpft, setzt nun auf die Bundesärztekammer.

In einem Schreiben an Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery regt Ettrich, der 2003 seine Internistenpraxis aus Altersgründen schließen musste, an, dass die Kammer den Rechtsfall vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) trägt.

Dieser Weg sei ihm als juristischer Einzelperson verwehrt. Es sei für den ärztlichen Berufsstand absolut intolerabel, dass mehr als 2500 Vertragsärzte Berufsverbot erhalten hätten und entschädigungslos enteignet worden seien, so Ettrich.

Die Altersgrenze für Vertragsärzte war 1999 eingeführt und 2008 wieder abgeschafft worden. Sämtliche Klagen vor deutschen und europäischen Gerichten sind bisher abgewiesen worden oder gescheitert. (pei)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So alt sind die Ärzte in Deutschland

Fast jeder dritte niedergelassene Arzt in Deutschland ist jenseits der 60. Wir zeigen in Grafiken, in welchen Fachbereichen die Vergreisung besonders stark ist. mehr »

Deutschland will Zuckerberg bezwingen

Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesundheitsbewusste Ernährung, so die Kritik beim 2. Zuckerreduktionsgipfel. Die Politik will eingreifen. mehr »

Riskanter Psychopharmaka-Einsatz in Altenheimen?

Wie oft bekommen Bewohner deutscher Altenheime beruhigende Medikamente? Diese Frage widmet sich eine jetzt Studie. Anscheinend liegt manches im Argen. mehr »