Ärzte Zeitung, 09.12.2016
 

Berlin

KV-Umlage bleibt 2017 stabil

Die VV in Berlin hat den Haushalt 2017 beschlossen. Und entschieden, was mit den Überschüssen der letzten Jahre passiert.

BERLIN.Für die Ärzte in Berlin bleibt die Umlage an ihre Kassenärztliche Vereinigung (KV) 2017 unverändert bei 2,4 Prozent, wenn sie mit Austauschdatenträgern oder online abrechnen. Handabrechner müssen weiterhin 3,8 Prozent ihres Honorars als Umlage an die KV Berlin abführen. Diesem Vorschlag des Honorarverteilungsausschusses der KV hat die Vertreterversammlung in ihrer letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode zugestimmt.

Auf der Ausgabenseite erwartet die KV vor allem bei den Personalkosten Steigerungen. Rund zehn Stellen mehr als im Vorjahr sind laut Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke vorgesehen. Der neue, noch nicht gewählte KV-Vorstand in Berlin darf laut Haushaltsansatz mit insgesamt 840.000 Euro Gehaltsleistungen rechnen. Das sind pro Kopf 240.000 statt bisher 210.000 Euro. Für das Haushaltsjahr 2017 plant die Berliner KV keine Kapitalerträge, aber auch keine Negativzinsen, jedoch eine Vermögensentnahme. Der Betrag von knapp 1,5 Millionen Euro aus dem KV-Vermögen soll Bratzke zufolge vor allem für die Förderung der Weiterbildung eingesetzt werden.

In den vergangenen Jahren hatte die KV Berlin stets Überschüsse erwirtschaftet. Weil die Entlastung des Vorstands nicht erfolgt war (wir berichteten), konnte jedoch nicht über die Verwendung der Überschüsse entschieden werden. Nun stimmte die Vertreterversammlung Bratzkes Vorschlägen zur Mittelverwendung zu. Sie sehen vor, dass die 634.000 Euro Überschuss aus 2013 vollständig in die Rückstellungen fließen. Der Betrag von 4,6 Millionen Euro aus 2015 soll auf den Sicherstellungsfonds, die Altersrückstellungen und die Betriebsmittelrücklage aufgeteilt werden. Der Rest fließt ins KV-Vermögen. Der 5,8-Millionen-Überschuss aus dem Jahr 2014 sollte vollständig in die Altersrückstellungen fließen, weil in diesem Topf eine Unterdeckung besteht. Doch für 2014 hat die Vertreterversammlung den Vorstand nicht entlastet. (ami)

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