Ärzte Zeitung, 26.06.2014

GAPP-Studie

Ärzte sollten sich zu Gesundheits-Apps äußern

Ärzte sind aufgerufen, zu Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps Stellung zu nehmen.

FREIBURG. Um die von Ärzten wahrgenommenen Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps zu erfassen, startet die Initiative Präventionspartner die bundesweite GAPP-Studie. Im Fokus der anonymen Online-Befragung stehen nach eigenen Angaben Gesundheits-Apps zu Aufklärungszwecken, für die Prävention und Patientenführung.

Die Studie werde zusammen mit der Dualen Hochschule Lörrach, Gesundheitsmanagement, sowie der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft durchgeführt und erfasse parallel zur Haltung von Ärzten auch die Einstellung von Patienten, Apothekern, Kassen und Arzneimittelherstellern.

Die Einbeziehung verschiedener Nutzer- und Anbietergruppen solle dazu beitragen, den öffentlichen Diskurs über Sicherheits- und Qualitätsstandards in Gesundheits-Apps zu unterstützen und mögliche Hürden der Nutzung zu identifizieren. An der GAPP Online-Studie können sich interessierte Ärzte noch bis zum 30. Juni 2014 beteiligen.

Die Ergebnisse würden in den europäischen Meinungsbildungsprozess zum Thema Mobile Health einfließen. Die Europäische Kommission hole noch bis zum 3. Juli Expertenmeinungen ein und rufe mit ihrem "Green Paper on mobile Health" dazu auf, die Rahmenbedingungen von m-health durch konstruktive Vorschläge mitzugestalten. Ziel sei es, das Potenzial mobiler Gesundheitsanwendungen künftig in vollem Umfang auszuschöpfen.

Ärzte, die sich an der Befragung beteiligen, erhalten zum einen die Auswertung der GAPP-Studie sowie eine Auswahl umfassender Marktübersichten, die das derzeitige Angebot von Gesundheits-Apps für Verbraucher analysieren, so etwa Diabetes-, Impf-, Pollen-Apps, Apotheken-Apps zur Verwaltung von Arzneimitteln, sowie Gesundheits-Apps der Krankenkassen und Pharmaunternehmen. (maw)

Der Fragebogen ist unter www.healthon.de abrufbar, Teilnahmeschluss ist der 30. Juni 2014

Topics
Schlagworte
Gesundheits-Apps (551)
Krankheiten
Diabetes mellitus (9215)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »