Ärzte Zeitung, 22.10.2010

Gibt's Computer bald zum Schnäppchenpreis?

2011 könnte es mit den Computerpreisen wieder nach unten gehen, prognostizieren Marktforscher. Davon würden auch Praxen profitieren.

Nach einer Stabilisierung der PC-Preise in diesem Jahr ist auf dem Computermarkt nach Einschätzung von Experten ab 2011 wieder mit deutlichen Preissenkungen zu rechnen. "Es ist für die Hersteller schwierig geworden, bei den Preisen so flexibel zu sein wie in der Vergangenheit", sagt Gartner-Analyst Ranjit Atwal. "Im nächsten Jahr sollte es wieder mehr Spielraum geben, die Preise zu senken."

Die PC-Hersteller standen in den vergangenen zehn Jahren mit drastischen Preissenkungen in einem heftigen Wettbewerb. In diesem Jahr hat sich der Preisrutsch nicht fortgesetzt, da sich vor allem bei Speicherchips und LCD-Displays das Angebot verknappt hat. Inzwischen hat sich allerdings auch die im ersten Halbjahr sehr lebhafte Nachfrage etwas beruhigt. Der weltweite PC-Absatz stieg nach ersten Erhebungen von Gartner im dritten Quartal um 7,6 Prozent auf 88,3 Millionen Computer. Damit blieb die Branche hinter den Erwartungen zurück - Gartner hatte zuvor eine Zunahme um 12,7 Prozent im Jahresvergleich vorhergesagt.

"Bei den Verbrauchern ist zurzeit eine abwartende Haltung spürbar", sagte Atwal. Der Experte sieht darin auch eine Folge der großen Aufmerksamkeit für neuartige Tablet-Computer nach der Einführung des iPads von Apple. Die Tablet-Computer sind in den Zahlen für den PC-Absatz nicht enthalten.

In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) stieg der PC-Absatz im dritten Quartal um 7,3 Prozent auf 27,3 Millionen Geräte. Laut Atwal ist für das Gesamtjahr mit einem Plus von über 15 Prozent noch immer ein sehr gutes Ergebnis zu erwarten. Neue Impulse seien 2011 zu erwarten, wenn mehr Unternehmen als bisher in den Wechsel zu Windows 7 investierten. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »