Ärzte Zeitung, 08.12.2010

Der Tipp

Mit Anwalt gibt es meist mehr Geld

KÖLN (akr). Werden Ärzte unverschuldet Opfer eines Verkehrsunfalls, sollten sie für die Schadenregulierung einen Anwalt hinzuziehen. Das kann sie davor schützen, weniger zu bekommen als ihnen zusteht. Der anhaltende Preiskampf in der Kfz-Versicherung führt dazu, dass die Anbieter bei der Regulierung sparen. Verkehrsrechtler beobachten, dass die Versicherer verstärkt Leistungen kürzen und bei der Abwicklung Entscheidungen zu ihren Gunsten treffen, die eigentlich in den Händen des Geschädigten liegen müssten. Nach Schätzungen der Juristin Dr. Daniela Mielchen vom Deutschen Anwaltsverein können Geschädigte durch die Wahrnehmung ihrer Ansprüche häufig 20 bis 30 Prozent mehr Schadenersatz bekommen, als der Versicherer ihnen ursprünglich zugesteht. Einen Anwalt hinzu zu ziehen, kostet Geschädigte nichts. Bei einem unverschuldeten Unfall muss die Versicherung des Verursachers die Anwaltskosten des Opfers tragen. "Der Geschädigte muss grundsätzlich nichts zahlen", sagt Mielchen.
Nicht nur Anwälte sprechen sich für das Einschalten eines Juristen aus. Auch die Verbände des Kfz-Gewerbes und der Verband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen plädieren in einer gemeinsamen Erklärung dafür.

Topics
Schlagworte
Versicherungen (1172)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »