Ärzte Zeitung, 22.02.2013
 

PKV

Längere Kündigungsfrist nach Beitragserhöhung

KÖLN. Privat Krankenversicherte können künftig nach einer Beitragserhöhung ihres Versicherers etwas länger überlegen, ob sie kündigen wollen oder nicht. Die Frist hat sich sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden von einem Monat auf zwei Monate verlängert.

Die Verbesserung der Kundenposition ist Teil der vom Bundestag für die PKV beschlossenen Änderungen am Versicherungsvertragsgesetz. Der Gesetzentwurf geht Anfang März noch in den Bundesrat. Da es im Bundestag aber eine breite Mehrheit gab - nur die Grünen haben sich enthalten - ist mit einem Scheitern nicht zu rechnen.

Wenn sich der Versicherte nach einer Beitragserhöhung für den Anbieterwechsel entscheidet, muss er nach dem Entwurf dem bisherigen PKV-Unternehmen innerhalb von zwei Monaten den Nachweis vorlegen, dass er eine Anschlussversicherung abgeschlossen hat.

Der auf die PKV spezialisierte Versicherungsmakler Sven Hennig begrüßt die geplante Änderung. Die neue Kündigungsfrist nehme etwas zeitlichen Druck vom Kunden und gebe ihm die Chance, Auswahlfehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »