Ärzte Zeitung online, 12.11.2013

Debeka

Staatsanwaltschaft ermittelt

Haben Mitarbeiter der Debeka in den 1980er und 1990er Jahren Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung bestochen, um an Adressen zu kommen? Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Bestechung und Bestechlichkeit.

KÖLN. In der Affäre um gekaufte Adressen bei der Debeka hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Ermittlungen aufgenommen.

Das Verfahren richtet sich zum einen gegen unbekannte Mitarbeiter der Debeka wegen des Verdachts der Bestechung und der Anstiftung zur Verletzung des Dienstgeheimnisses, teilte die Behörde mit.

Zum anderen ermitteln die Strafverfolger gegen unbekannte Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung wegen Verdachtes der Bestechlichkeit und Verletzung des Dienstgeheimnisses.

Mitarbeiter der Debeka sollen in den 1980er und 1990er Jahren Adressen von Beamtenanwärtern gekauft und dem Versicherer so einen Vorteil gegenüber Konkurrenten verschafft haben.

Die Debeka begrüßte die Einleitung des Vermittlungsverfahrens als sinnvollen Schritt zur Aufklärung der Vorwürfe.

Der Versicherer hat der Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben umfangreiche Unterlagen zur Verfügung gestellt und steht in Kontakt mit dem Beauftragten für den Datenschutz Rheinland-Pfalz und der Finanzaufsicht BaFin.

Die Debeka hat die Wirtschaftsprüfer von KPMG mit der "Überprüfung der unternehmensinternen Prozesse" beauftragt. (iss)

Topics
Schlagworte
Versicherungen (1164)
Organisationen
Debeka (188)
KPMG (48)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

Erste Beschwerden gegen Facebook und Google

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat der Verein "Noyb" erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den Weg gebracht. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »