Ärzte Zeitung online, 21.02.2014
 

PKV

3,8 Prozent Beitragsplus - jedes Jahr

Um fast vier Prozent sollen die Beiträge in der PKV in den letzten 15 Jahren im Schnitt gestiegen sein - und zwar pro Jahr. Das ist deutlich mehr als in der gesetzlichen Versicherung.

pkv-schild-A.jpg

Alles blau.

© N-Media-Images / fotolia.com

KÖLN. In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind die Beiträge in den 15 Jahren von 2000 bis 2014 im Schnitt um 3,8 Prozent pro Jahr gestiegen. Der durchschnittliche Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung nahm im selben Zeitraum jährlich um 2,5 Prozent zu.

Zu diesem Ergebnis kommt der Versicherungs-Branchendienst map-Report in seinem aktuellen PKV-Rating. Von 2013 auf 2014 fiel der Anstieg in der PKV mit 1,69 Prozent für die Angestellten und 1,96 Prozent für die Beamten sehr moderat aus.

Basis der Untersuchung sind die Angaben von 19 Versicherern. Mit Blick auf die Prämieneinnahmen repräsentieren sie 66 Prozent der Branche, bei den Vollversicherten sind es 70 Prozent.

Die Analysten vom map-Report legen dar, was die Beitragsanpassungen für die Versicherten in Heller und Pfennig bedeuten. Danach nahm für Angestellte der Monatsbeitrag pro Jahr um zwölf Euro zu, bei den Beamten waren es vier Euro.

Diese Betrachtung gilt allerdings nur für den Durchschnitt, für eine Reihe von PKV-Kunden sind die Erhöhungen in den vergangenen Jahren deutlich höher ausgefallen.

Für die Bewertung der einzelnen PKV-Anbieter zieht der map-Report neben der Beitragsentwicklung Kennzahlen zur Finanzkraft, zur Solvabilität und zu den Verwaltungs- und Abschlusskosten heran. Auch die Servicequalität spielt für das Rating eine Rolle. Hier bezieht die Auswertung die Stornoquote und die Zahl der Beschwerden bei der Versicherungsaufsicht oder dem PKV-Ombudsmann ein.

Einen Einfluss auf das Rating haben dabei die Angebote der Versicherer im Gesundheitsmanagement. Von den 100 maximal zu erreichenden Punkten entfallen 40 auf die Bilanzkennzahlen, 25 auf den Service und 35 auf die Beitragsentwicklung.

"Branchenprimus Debeka verteidigt die Position als bester privater Krankenversicherer Deutschlands mit 83,6 von insgesamt 100 Punkten", heißt es in dem Bericht. Die zurzeit wegen ihrer Verkaufspraktiken in der Beamtenschaft unter Kritik stehende Debeka erhält von den Analysten die Bewertung "hervorragend", ebenso wie Deutscher Ring, Signal, R+V, Barmenia und Provinzial Kranken.

Mit "sehr gut" endet das Rating für Hallesche, Alte Oldenburger, Hanse Merkur, Concordia, DKV, Süddeutsche Kranken, Allianz, DEVK, HUK-Coburg, Nürnberger, LVM und Pax-Familienfürsorge.

Die Inter ist von den 19 untersuchten PKV-Gesellschaften das Schlusslicht, erhält aber auch noch die Note "gut". (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »