Ärzte Zeitung, 18.02.2016

PKV-Marktanalyse

Preisauftrieb bei privaten Policen

Nur bei privaten Zusatzversicherungen sinken die Jahresbeiträge in den vergangenen Jahren.

KÖLN. Die privaten Krankenversicherer (PKV) haben in den vergangenen 15 Jahren die Beiträge in der Vollversicherung für Angestellte im Schnitt um 3,7 Prozent im Jahr angehoben. Bei Beamten waren es jährlich 2,8 Prozent mehr. Das geht aus dem neuen Rating zur PKV des Branchendienstes Map-Reports hervor. Die Entwicklung der Beiträge in der Gruppe der Freiberufler und Selbstständigen wird bislang nicht in die jährliche Analyse einbezogen.

Sie umfasst in diesem Jahr auch die stationäre Zusatzversicherung. Hier haben die Versicherer die Beiträge im Untersuchungszeitraum im Schnitt um 0,2 Prozent gesenkt.

Einbezogen in die Erhebung waren 17 PKV-Anbieter, die nach verdienten Beiträgen einen Marktanteil von 65 Prozent repräsentieren. 15 weitere Anbieter von Vollversicherungen haben dem Map-Report die angefragten Daten nicht zur Verfügung gestellt. Die Nicht-Teilnahme vieler Unternehmen hat sicherlich zu einer positiven Verzerrung der Ergebnisse beigetragen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich vor allem diejenigen zurückgehalten haben, die ein schlechtes Abschneiden befürchteten.

Das Rating umfasst traditionell die Kennzahlen zu drei Bereichen: Bilanz, Service und Vertrag. Wie in den Vorjahren hat die Debeka über alle Kategorien in der Bewertung die Nase vorn. Sie erzielte 85,70 Punkte von 100 Punkten. Neben ihr erhielten auch Signal, Provinzial, Deutscher Ring, Barmenia, Alte Oldenburger, SDK und Concordia das beste Rating mmm, das für "hervorragend" steht.

Hanse Merkur, HUK-Coburg, Hallesche, DKV, R+V, LVM, Pax-Familienfürsorge, Allianz und DEVK wurden mit "sehr gut" benotet. Bei den Bilanz-Kennzahlen schneidet die Alte Oldenburger am besten ab, gefolgt von Debeka und LVM. Die Debeka hat beim Service die Nase vorn, vor Pax-Familienfürsorge und HUK-Coburg.

Das beste Rating bei den Vertragszahlen, bei denen es um die Entwicklung der Beiträge geht, hat der Deutsche Ring erzielt, es folgen Barmenia und Debeka. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Eine immunschwächende Aktivität der Herpesviren könnte Alzheimer befeuern, so eine Studie. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »