Ärzte Zeitung, 11.05.2016

Marktforschung

PKV muss bei Apps noch viel optimieren

KÖLN. Private Krankenversicherer (PKV) sollten ihren Kunden nur Apps bieten, die einen spürbaren Nutzen haben. Besonders gut kommen Rechnungs-Apps bei den Privatversicherten an. Das zeigt eine aktuelle Studie des Kölner Marktforschungsunternehmens MSR Insights.

Sie basiert auf der qualitativen und quantitativen Auswertung von Nutzerbewertungen im Apple AppStore und Google Play Store. Medizinische Apps, wie manche Versicherer sie zum Beispiel chronisch Kranken zur Verfügung stellen, waren nicht einbezogen.

Nach der Analyse bieten 20 der 26 größten PKV-Unternehmen mindestens eine App an. Häufig liefern diese Anwendungen allerdings nur Informationen, die Nutzer oft schon auf der Homepage finden, wie Kontaktdaten oder allgemeines zum Verhalten im Schadenfall.

"Diese Apps werden kaum genutzt, weil sie keinen wirklichen Mehrwert bieten", sagt Markus Weber, Client Manager bei MSR.

Auch Rechnungs-Apps sind nach seinen Angaben keine Selbstläufer. "Sie brauchen eine Foto- und eine Archivfunktion." Die Kunden müssen beliebige Dokumente und Rechnungen einreichen können und nicht nur solche mit QR-Code. Auch wollen die Versicherten die Möglichkeit, den Stand der Bearbeitung ihrer Rechnungen zu verfolgen, heißt es. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »