ApothekerPlus, 23.05.2008

Mehr gefälschte Arzneien gefunden

BERLIN (run). Verbraucher werden zunehmend durch gefälschte Medikamente gefährdet. So wurden 2007 zirka vier Millionen solcher Fälschungen in der EU beschlagnahmt. Das geht aus einem aktuellen Bericht der EU-Kommission hervor. Die Zahl der beschlagnahmten Präparate hat danach im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent zugenommen.

Diesen besorgniserregenden Zuwachs nahm Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zum Anlass, erneut Politiker zum Handeln aufzufordern. "Eine Einschränkung des Versandhandels auf nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel könnte verhindern, dass Menschen arglos unseriöse Angebote annehmen", sagt er in einer Mitteilung der ABDA. Denn illegale ausländische Versandapotheken seiend ein unkontrollierbares Einfallstor.

Dem EU-Bericht zufolge stammten die aufgegriffenen gefälschten Medikamente vor allem aus der Schweiz (40 Prozent), Indien (35 Prozent) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (15 Prozent). Potenzsteigernde Mittel sind nach wie vor die am häufigsten gefälschten Medikamente.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »