Medica: Neue Versorgungsformen beschäftigen die Technik

Auch in diesem Jahr wird das Thema E-Health und Praxis-EDV auf der Medica groß geschrieben. Dabei widmet sich die Fachmesse zwei derzeit hoch aktuellen Schwerpunkten: der Technik im Rahmen neuer Versorgungsformen und dem Basis-Rollout der E-Card.

Rebekka HöhlVon Rebekka Höhl Veröffentlicht:
Auch in diesem Jahr findet während der Medica wieder das Technikforum Medica Media statt.

Auch in diesem Jahr findet während der Medica wieder das Technikforum Medica Media statt.

© Foto: Rene Tillmann/Messe Düseldorf

Nie war das Thema elektronische Gesundheitskarte (eGK) so spannend wie in diesem Jahr. Kurz vor dem Basis-Rollout der eGK, der auch noch vor den Toren der Medica, nämlich in der KV-Region Nordrhein, starten soll, gibt es noch viele Fragen der Ärzte an die Technik. Wie weit sind die Praxis-EDV-Systeme in Sachen Kartennutzung und Patientenakte? Wie lassen sich die neuen Prozesse in der Arztpraxis vereinfachen? Wird eine Stapelunterschrift tatsächlich möglich sein? Und welche Sicherheitssysteme bieten Software- und Hardware-Hersteller?

Fragen, auf die die Medica Media, das unabhängige Forum für E-Health, Telemedizin und medizinische Informationstechnik versucht, Antworten zu geben. So werden in Halle 16 (A-05) Foren, Workshops und Diskussionsrunden über die eGK informieren. Auch die Betreiberorganisation für die elektronische Gesundheitskarte, die gematik, wird in diesem Jahr wieder mit ihrer Musterumgebung den Datenaustausch rund um die eGK präsentieren (Halle 16, C18).

Für alle Technik-Interessierten lohnt sich aber auch ein Blick in die Halle 15, in der zahlreiche E-Health-Anbieter vertreten sind.

Da ab 2009 die Anschubfinanzierung für die integrierte Versorgung wegfällt und sich mit dem Gesundheitsfonds Veränderungen, aber eben auch Chancen für neue Versorgungsformen ergeben, greift die Medica Media auch dieses hochbrisante Thema auf. Denn etwas, das der Gesetzgeber ja zunehmend fordert, ist der Abschluss selektiver Verträge mit den Leistungserbringern. Und neue Versorgungsformen brauchen nun einmal eine gute Technik. Geht es doch häufig darum, die Kommunikation unter den einzelnen Vertragspartnern, aber auch die Dokumentation der einzelnen Prozesse zu verbessern, um so eine verbesserte Patientenversorgung zu erreichen. Zur Diskussion rund um das Thema neue Versorgungsformen mit anschließendem Vertiefungsworkshop lädt daher am 19. November (15 Uhr, Medica Media, Halle 16, Bühne) Professor Rainer Riedel, Studiengangsleiter Medizin Ökonomie an der Rheinischen Fachhochschule Köln, ein.

Hallenplan der Medica in Düsseldorf: IT-Lösungen für das Gesundheitswesen sind vor allem in den Hallen 15 und 16 zu finden.

Spannend ist zudem die Weiterentwicklung im Bereich Telemedizin. In den vergangenen Jahren und Monaten hat sich hier einiges getan um den Patienten mehr Sicherheit zu bieten und unnötige Krankenhaus-Einweisungen zu ersparen. Vor allem Herzpatienten profitieren derzeit von der Entwicklung (siehe auch Seite 10). Hauptsächlich in den Hallen 15 und 16 demonstrieren die Hersteller, was Telemedizin heute und künftig zu leisten vermag.

Ebenfalls lohnenswert: ein Rundgang durch die Sonderschau der Medica Media (Halle 16). Denn dort werden in diesem Jahr wieder innovative Projekte aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kliniken, von Krankenkassen und mit Hochschulen und Kassen kooperierenden Unternehmen zu sehen sein.

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Mit dem Rollout der E-Card wird es bald auch für diePraxis-EDV-Systeme spannend.

Neue Versorgungsformen stellen eine Herausforderung für die Technik dar. Aber es gibt Lösungen.

Auf der Medica können Besucher vom 19. bis 22. November einen Überblick über die neue Technik gewinnen.

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