Ärzte Zeitung, 11.11.2008

Tipp des Tages

Epilepsie oft als Apoplex fehlgedeutet

Die Diagnose bei alten Patienten mit Epilepsie ist oft schwieriger als bei jungen. Nach Angaben von Professor Christian Elger vom Epilepsiezentrum Bonn werden die Anfälle oft als Apoplexie fehlgedeutet. Elger rät, auch bei ausgeprägter Halbseitenlähmung zu berücksichtigen, dass es sich um einen epileptischen Anfall mit einer lang dauernden postiktaler Phase handeln kann.

Solche Phasen dauerten zwar bei jüngeren Patienten meist nicht länger als 30 Minuten, sie können bei älteren Menschen aber durchaus einen ganzen Tag lang anhalten.

Auch Verwirrtheitszuständen, die länger als 24 Stunden dauern, können die Folge eines nichtkonvulsiven epileptischen Anfalls sein. Gerade bei Patienten nach Apoplexie sei vermehrt mit epileptischen Anfällen zu rechnen.

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