Ärzte Zeitung, 13.07.2010

TIPP DES TAGES

Schlafstörungen oft auch durch Alkohol

Viele Patienten, die den Arzt wegen Schlafstörungen aufsuchen, leiden gar nicht primär an Insomnie, sondern an überhöhtem Konsum von Alkohol oder Kaffee. Täglich zwei Liter Kaffee bis nachts um zehn Uhr sind nach den Erfahrungen von Dr. Dieter Kunz vom St. Hedwig Krankenhaus in Berlin durchaus keine Seltenheit. Er rät daher, bei Patienten mit Schlafstörungen auch nach dem Konsum von Genussmitteln zu fragen. Kritisch zu betrachten ist auch Alkohol. Denn selbst ein moderater Genuss kann den Schlaf empfindlich stören - viele Patienten gehen jedoch vom Gegenteil aus. Schon ein Glas Wein beeinträchtigt mitunter den Schlaf, weil Alkohol zu einer Phasenverschiebung des zirkadianen Rhythmus führt, so Kunz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »