Ärzte Zeitung, 09.09.2010

TIPP DES TAGES

Finger weg vom Gefälligkeits-Attest

Bevor Ärzte ein Attest ausstellen, sollten sie sich mit der gebotenen Sorgfalt von der Diagnose überzeugen. Versäumen Ärzte das, verstoßen sie gegen die Berufspflichten, wie das Verwaltungsgericht (VG) Gießen entschieden hat. In dem Fall hatte ein Psychiater ein Attest ausgestellt, das ein Patient für sein Asylverfahren benötigte.

Es bescheinigte dem Mann, unter posttraumatischer Belastungsstörung zu leiden und nicht "abschiebefähig" zu sein. Zudem attestierte er ihm, dass er in therapeutischer Behandlung bei ihm sei, was aber nicht stimmte. Das Gericht verurteilte den Arzt wegen des falschen Attestes zu einer Geldbuße von 2000 Euro.

Urteil des VG Gießen, Az.: 21 K 381/09

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »