Morbus Crohn

CME-Punkte bis zum 20. September 2015 sichern mit dem Modul: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Aktuelles zu Diagnose, Klassifikation und Therapie

Ärzte Zeitung, 21.07.2016

Abrechnungs-Tipp

Quasi-Analogziffer in EBM und GOÄ

Die Abgrenzung des M. Crohn zu anderen chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist nicht immer einfach. Helfen kann hier der Lactulose-Mannitol-Test. Das Prinzip dieses Tests basiert auf der Messung zweier nicht-metabolisierbarer Zucker, der Lactulose und dem Mannitol.

Diese werden nach der Aufnahme durch den Darm unverändert im Urin ausgeschieden. Beim Morbus Crohn ist diese Aufnahme jedoch unterschiedlich gestört. Es findet sich eine geringe Abnahme der Mannitolaufnahme und eine geringe Zunahme der Lactuloseaufnahme.

Der Quotient aus Lactulose und Mannitol (L/M-Quotient) bringt diese gegenläufigen Effekte zum Ausdruck. Bei Morbus Crohn kann der L/M-Quotient bis zum 10-fachen des Normbereichs (Normbereich: 0.01-0.03) ansteigen. Abrechnungstechnisch müssen Ärzte schon ein wenig in den Gebührenwerken stöbern, denn eine eigene GOP für den Test gibt es nicht.

Bei GKV-Patienten lässt sich die GOP 32313 (20,90 Euro) aus Abschnitt 32.3.4 (klinisch-chemische Untersuchungen) im EBM ansetzen. Dabei ist zu beachten, dass die Angabe der untersuchten Substanz über die Feldkennung 5002 gefordert ist. Im Rahmen der Privatabrechnung nach GOÄ ist die GO-Nr. 4202 (1-facher Satz 26,23 Euro) zu verwenden.

Da sich diese Gebühr im Abschnitt MIII befindet, ist der Test dem Patienten nur durch den Arzt in Rechnung zu stellen, der die Untersuchung auch durchgeführt hat. (pes)

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