Kongress, 17.04.2009

Quo vadis? "Chances" orientiert Jungärzte

Das Forum "Chances" dient als bewährte Plattform für die Karriereplanung von Medizinern.

Auf der "Chances" stehen die Fragen des Ärzte-Nachwuchses auf dem Programm.

Foto: smi

Niederlassung oder Klinik oder doch etwas anderes - zum Beispiel die Bundeswehr? Jungen Medizinern stellen sich viele Fragen, wenn es darum geht, die eigene Karriere zu planen. Auf dem Forum "Chances" werden sie auch dieses Jahr während des Internistenkongresses wieder wertvolle Ratschläge von berufserfahrenen Kollegen bekommen.

Sprung in Selbstständigkeit kann Geduldsprobe sein

Wie gründe ich eine Arztpraxis? Freiberufler oder doch lieber Angestellter? Wie plane ich die Weiterbildung richtig? Das sind Fragen, die sich viele Berufseinsteiger stellen. Gerade im Zusammenhang mit der Niederlassung haben junge Ärzte mit vielen bürokratischen und finanziellen Anforderungen zu tun. Wie sie es damals gemeistert haben und ob sie es danach bereut haben, darüber werden am Montag ab 15 Uhr auf der "Chances" alte Hasen berichten. "Wir setzen auf einen regen Austausch von jungen Medizinern und Fachleuten", sagt Kongress-Sekretär Dr. André Althoff.

Seit der Premiere im Jahr 2006 hat sich das Karriere-Forum zum Shooting Star im Kongress-Programm entwickelt. Viele Absolventen gehen gezielt nach Wiesbaden, um die "Chances" zu besuchen. Bei den Ärzten sind die an den Bedürfnissen der Nachwuchskräfte ausgerichteten Angebote gut angekommen. "Mit Vorträgen über Berufseinstieg, Facharztweiterbildung, Niederlassung und Jobangeboten haben wir einen Nerv getroffen", sagt Althoff.

Ärztemangel soll effektiv bekämpft werden

Vertreter des Faches billigen dem Karriereforum "Chances" auch eine strategische Dimension zu. Ohne eine solche Überzeugungsarbeit für den Internisten-Beruf ist dem drohenden Ärztemangel nicht beizukommen, darüber sind sich viele Experten einig. "Die Innere Medizin muss wieder attraktiver gestaltet werden", sagt etwa der DGIM-Vorsitzende Professor Rainer Kolloch.

Dieser Meinung ist auch Martina Siedler vom Springer Medizin Verlag in Heidelberg. Viele Medizinstudenten, die das dritte Staatsexamen ablegten und die eine Vollapprobation als Arzt erhielten, entschieden sich gegen den Arztberuf. "Das ist die eigentliche Katastrophe", so Siedler.

Sie hat von Anfang an bei der Konzeption von "Chances" mitgearbeitet. "Die angehenden Ärzte finden es wichtig, dass auf dem Internistenkongress ihre Themen angesprochen werden", resümiert Siedler. Auf dem Forum zeigten Experten ihren Kollegen Wege auf, wie sie als Arzt in Deutschland allen Engpässen zum Trotz den Traumberuf verwirklichen können. Der vielbeschworene Nachwuchsmangel wird am Montag um 14 Uhr Thema eines Expertengesprächs sein. Dann wird sich zeigen, ob es auch "Wege aus der Misere" gibt.

"Freie Stellen gibt es genug", sagt Althoff. Daran gebe es keinen Zweifel. Die Zeiten, in denen sich die Kliniken vor Bewerbungen kaum retten konnten, seien vorbei. "Es ist beinahe ein Wettstreit um die besten Köpfe ausgebrochen", so Althoff.

Programm unter www.dgim2009.de

Tipp

Chances - Forum für junge Mediziner

Montag, 20. April, und Dienstag, 21. April, jeweils ab 12.45 Uhr, Foyer Diana,

1. OG, Rhein-Main-Hallen

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