Kongress, 20.04.2009

Krampfadern - vorbeugen ist besser als veröden

Krampfadern sind oft nur ein kosmetisches Problem. In fortgeschrittenen Stadien können sie jedoch zu Schmerzen und bleibenden Beinschwellungen bis hin zu Beingeschwüren führen. Es gibt aber wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung.

Etwa jede zweite Frau und jeder vierte Mann in Deutschland hat Krampfadern, also knotig-erweiterte, oberflächliche Venen. Es gibt einige Risikofaktoren, die sich nicht beeinflussen lassen, etwa die erbliche Veranlagung. Es gibt jedoch auch Risikofaktoren, die sich vermeiden lassen, hat Professor Viola Hach-Wunderle aus Frankfurt am Main erläutert. Dazu zähle vor allem der Bewegungsmangel.

Krampfadern entstehen vermehrt bei Menschen, die viel stehen oder sitzen. Auch Übergewichtige neigen zu Venenerkrankungen. Gewichtsnormalisierung ist daher eine wesentlich Maßnahme zur Vorbeugung. Ein dritter Risikofaktor, der vermieden werden sollte, ist engsitzende Kleidung, besonders ein einschnürender Bund an Socken. Ein präventiver Nutzen ist auch von kalten und wechselwarmen Beinduschen (10-16°C / 38°C) zu erwarten. Venenschonend ist zudem die Hochlagerung der Beine, eventuell auch nachts um 3 bis 5 cm. Weitere präventive Maßnahmen sind Kompressionsstrümpfe sowie ärztlich verordnete Venenmittel. (ikr)

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