Ärzte Zeitung, 19.10.2011

Kongressvorschau

Tipps zur Therapie bei Migräne

Tipps zur Therapie bei Migräne

Etwa die Hälfte aller Patienten können ihre Migräneattacken relativ effektiv mit einfachen Analgetika wie Paracetamol oder ASS oder mit NSAR wie Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac behandeln.

 Kombinationspräparate aus ASS, Paracetamol und Coffein sind etwas wirksamer als die Monotherapie, sagt Professor Hans-Christoph Diener von der Universitätsklinik für Neurologie in Essen. Er spricht auf der MEDICA in Düsseldorf zur Therapie bei Migräne.

Mittelschwere und schwere Migräneattacken, die nicht auf eine Behandlung mit Analgetika oder NSAR ansprechen, werden mit Triptanen behandelt. Im Einzelfall müssen mehrere der Triptane ausprobiert werden, um das beste Verhältnis von Wirksamkeit und Nebenwirkungen abschätzen zu können.

Triptane sind neben der typischen oralen Form auch als Schmelztabletten, Zäpfchen, Nasenspray und zur subkutanen Injektion verfügbar. Bei unzureichender Wirksamkeit können sie mit NSAR kombiniert werden.

In der Entwicklung befinden sich 5-HT-1F-Agonisten, die ähnlich wirksam sind wie Triptane, keine vasokonstriktiven Eigenschaften haben und deshalb bei Patienten mit Kontraindikationen für Triptane gegeben werden können.

Prof. Hans-Christoph Diener spricht zur Therapie der Migräne am 18. 11., zwischen 14.30 und 17.30 Uhr, im Raum 111 im 1. OG des CCD.Pavillon

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »