Ärzte Zeitung, 20.10.2011

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Medica 2011: Strategien gegen Harninkontinenz

Strategien gegen Harninkontinenz

Die Inkontinenz ist eine Volkskrankheit! Während anfänglich der Urinverlust bei Husten und Niesen (Belastungsinkontinenz) nicht sehr stört, kommt das wahre Problem zutage, wenn man den Harndrang nicht mehr unterdrücken kann und in immer kürzeren Intervallen zur Toilette gehen muss, sagt Professor Wolfram Jäger aus Köln.

Ab diesem Moment bestimmt die Blase die Aktivitäten der Betroffenen. Diese Dranginkontinenz kann letztlich dazu führen, dass die Frauen den Urin gar nicht mehr halten können. Bisher gibt es für die Dranginkontinenz nur symptomatische Therapien, die zwar teilweise recht erfolgreich sind, aber nie zu einer Heilung führen.

Untersuchungen der letzten Jahre haben ein neues Licht auf die Ursachen der Inkontinenz geworfen. Seit einigen Jahren weiß man, dass Frauen mit Belastungsinkontinenz durch Ersatz des Pubourethral-Ligaments mittels suburethraler Bänder geheilt werden können.

Obwohl die Dranginkontinenz immer noch als eine neuronale Erkrankung der Blase gilt, besteht mittlerweile der dringende Verdacht, dass auch diese Form der Inkontinenz anatomisch bedingt ist.

Prof. Wolfram Jäger hält seinen Vortrag zur Inkontinenz der Frau am Mittwoch, dem 16.11., zwischen 10 und 13 Uhr; Raum 11; 1. OG; CCD Pavillon

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