Medica Aktuell, 16.11.2011

Deutsche fürchten schon früh den Pflegefall

Deutsche fürchten schon früh den Pflegefall

DÜSSELDORF (ger). Der demografische Wandel in Deutschland ist in den Köpfen vieler Menschen angekommen - auch im Bewusstsein, was das für das individuelle Altern bedeuten könnte.

Schon im Alter von 45 Jahren fürchtet fast die Hälfte der Deutschen, im Alter ein Pflegefall zu werden.

Dabei ist die Präferenz hoch, auch bei körperlichen Einschränkungen selbstständig leben zu können: 80 Prozent der Bürger wünschen sich diese Selbstständigkeit im Alter, wie die Studie "Themenkompass Älterwerden in Deutschland" von FAZ-Institut und Deutscher Telekom ergeben hat.

1000 repräsentativ ausgewählte deutschsprachige Bürger ab 45 Jahren wurden vom Forsa-Institut befragt.

Mit neuen Systemen in den eigenen vier Wänden

Die Befragung hat auch gezeigt, dass die Akzeptanz technischer Assistenzsysteme bei den Menschen durchaus gegeben sei. "Assistenzsysteme sollen helfen, in den eigenen vier Wänden zu bleiben", erläuterte Dr. Axel Wehmeier, Leiter des Geschäftsfelds Gesundheitswesen Deutsche Telekom, am Mittwoch bei der Medica.

So hielten rund zwei Drittel der Befragten telemedizinische Kontrollen für zu Hause "sinnvoll" oder "sehr sinnvoll".

87 Prozent hofften außerdem, dass Assistenzsysteme einen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen leisten könnten, weil sie helfen, unnötige Arztbesuche oder Klinikaufenthalte zu vermeiden.

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