Medica Aktuell, 18.11.2011

Mehr neu an Vulva-Ca erkrankte Frauen

Mehr neu an Vulva-Ca erkrankte Frauen

DÜSSELDORF (skh). Das Vulvakarzinom gehörte bisher zu den seltenen gynäkologischen Tumoren. Eine Zunahme der Inzidenz ist jedoch zu beobachten, in den USA etwa um 0,6 Prozent pro Jahr. Das berichtet Professor Monika Hampl von der Uniklinik Düsseldorf.

Auch in Deutschland stellen sich zunehmend junge Patientinnen mit Mikrokarzinomen und invasiven Vulvakarzinomen vor. Wegen der unspezifischen Beschwerden wird die Diagnose oft verspätet gestellt, so Hampl.

Unterschieden werden einerseits das histologisch undifferenzierte Karzinom bei jungen Frauen. Meist liege gleichzeitig eine Infektion mit humanen Papilloma-Viren (HPV) vor. Weitere Risikofaktoren seien etwa Immunsuppression, entzündliche Genitalerkrankungen und Rauchen.

Ältere Frauen bekommen eher das hochdifferenzierte und zu Rezidiven neigende Plattenepithelkarzinom, meist ohne HPV-Infektion. Behandelt werden die Patientinnen meist chirurgisch. Eine partielle oder komplette Vulvektomie mit Entfernung der regionären Wächterlymphknoten sei die Methode der Wahl, so Hampl. Bei jungen, sexuell aktiven Frauen könne das ästhetische Op-Ergebnis mit Lappenplastiken zur Rekonstruktion der Vulva noch verbessert werden.

Im Jahr 2004 starben in Deutschland 700 Patientinnen an einem Vulvakarzinom.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »