Medica Aktuell, 18.11.2011

Leberentgleisung kann Mutter und Fötus gefährden

DÜSSELDORF (skh). Bei drei Prozent der schwangeren Frauen verändern sich die Leberwerte. Unterschieden werden muss zwischen Schwangerschafts-spezifischen und anderen Ursachen.

Leberentgleisung kann Mutter und Fötus gefährden

Während etwa das Schwangerschaftserbrechen und die intrahepatische Schwangerschaftscholestase zu den milderen Schwangerschaftsbeschwerden gehören, stellen das HELLP-Syndrom (hemolysis, elevated liver tests, low platelets) und die akute Schwangerschaftsfettleber ein Risiko dar, sagt Professor Ralf Kubitz von der Uniklinik Düsseldorf.

Patientinnen mit HELLP-Syndrom haben typischerweise Hämolysen, erhöhte Transaminasen und eine Thrombopenie. Bei der sehr seltenen akuten Schwangerschaftsfettleber haben 85 Prozent der Patientinnen einen Ikterus, beim HELLP-Syndrom sind es nur fünf Prozent.

Auch eine hepatische Enzephalopathie findet sich häufiger bei Schwangeren mit Fettleber als beim HELLP-Syndrom, so Kubitz. Bei beiden Erkrankungen besteht eine hohe Mortalität für Mutter und Kind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »