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Erythrozytenform verrät Blutungsort bei Hämaturie

BASEL (grue). Ein positiver Urinstix ist der erste Anhaltspunkt für eine Hämaturie. Bei immerhin fünf von hundert Patienten wird bei Routine-Untersuchungen eine solche asymptomatische Mikrohämaturie festgestellt. Was ist dann zu tun?

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Zunächst muß der Blutungsverdacht durch den Nachweis von mehr als fünf Erythrozyten pro Gesichtsfeld im Mikroskop bestätigt werden. Gleichzeitig lassen sich dabei die Erythrozyten morphologisch beurteilen und so der Blutungsherd bestimmen, wie Dr. Jürgen Flöge von der Uni Aachen beim dortigen Nephrologie-Kongreß erläutert hat.

Finden sich etwa ringförmige Zellen mit seitlichen Ausstülpungen, die wie Micky Mouse-Gesichter aussehen - die Akanthozyten -, stammen diese aus den Nierenglomerula. Bei anderen renalen Blutungen finden sich häufig Erythrozytenzylinder. Bei solchen Befunden oder wenn eine Proteinurie vorliegt, sollte der Patient an einen Nephrologen überwiesen werden. Denn es bestehe ein erhöhtes Risiko, daß er eine schwere Nierenerkrankung hat, so Flöge.

Sind die Erythrozyten nicht verändert, dann stammt das Blut eher aus den Harnwegen. Ursache können sportliche Anstrengung, Harnsteine, Infektionen und Tumoren sein.

Zur Zytoskopie rät Flöge bei Patienten über 50 Jahre, die rauchen, viele Analgetika nehmen oder oft Harnwegsinfekte haben. Findet sich keine konkrete Blutungsursache, sollten die Patienten in jährlichem Abstand untersucht werden. Denn in einer Studie mit 72 solcher Patienten hatten nach sieben Jahren immerhin 33 Prozent eine Proteinurie, 26 Prozent eine Hypertonie und sieben Prozent eine Nierenfunktionsstörung.

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