Ärzte Zeitung, 15.10.2007

Studie bestätigt: Kranke kennen oft ihre Arznei nicht

CHICAGO (hub). Viele Patienten können nicht sagen, welche Medikamente sie nehmen. Das hat eine US-Studie jetzt bestätigt (J Gen Int Med online). Von den 119 Hypertonie-Patienten konnte nur jeder zweite klare Angaben zu Arzneimitteln und Dosierungen machen. Bei niedrigerem Bildungsgrad war es nur jeder dritte Patient.

Aber auch bei Menschen mit höherem Bildungsgrad konnten nur zwei Drittel korrekte Angaben machen. Von den weniger Gebildeten waren nur 40 Prozent in der Lage, auch nur eines ihrer Blutdruckmedikamente zu nennen, bei den besser Gebildeten waren es 68 Prozent.

Die Konsequenz der US-Kollegen: Wer sich generell einen Überblick über die Medikation eines Patienten verschaffen will, sollte diesen auffordern, sämtliche Arznei-Packungen in die Praxis mitzubringen.

Topics
Schlagworte
Medizin (73987)
Krankheiten
Bluthochdruck (3156)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »