Ärzte Zeitung, 23.04.2008

Zirkadianer Rhythmus steuert Stammzellen

NEW YORK (wsa). Blutbildende Stammzellen aus dem Knochenmark gehen nicht kontinuierlich ins Blut über. Vielmehr lässt ihre Freisetzung eine Tagesrhythmik erkennen, wie US-Forscher berichten (Nature 452, 2008, 442).

In Versuchen mit Mäusen konnten sie nachweisen, dass der Nachschub von Stammzellen im 24-Stunden-Rhythmus erfolgt. Dabei erreicht die Zellzahl im Blut ein Maximum in der Ruheperiode der nachtaktiven Tiere.

Ein veränderter Hell-Dunkel-Wechsel, der die innere Uhr verstellt, verschiebt auch den Ablauf der Freisetzung der Stammzellen. Die Regulation erfolgt durch die innere Uhr über Signale des Nervensystems und den Botenstoff CXCL12. Die Forschungsergebnisse könnten helfen, die Ausbeute an Stammzellen zu steigern, die einem Spender für eine Knochenmarkstransplantation entnommen werden.

Topics
Schlagworte
Medizin (74999)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »