Direkt zum Inhaltsbereich

Erste Hilfe bei Tollwutbissen: Seife und Wasser

MÜNCHEN (wst). Tollwut bei Menschen ist in Deutschland zwar selten geworden. Dennoch gibt es bei Bißverletzungen durch Tiere, besonders durch Füchse, Marder oder Fledermäuse, ein potentielles Infektionsrisiko. Gleiches gilt bei Aufenthalten in Endemiegebieten etwa in Asien oder Afrika.

Veröffentlicht:

Welche Maßnahmen sind bei Verletzungen durch verdächtige Tiere sinnvoll? Da Tollwutviren laugensensibel sind, sollte als erstes die Wunde mit Wasser und Seife gereinigt werden, hat Dr. Christian Schönfeld vom Landesinstitut für Tropenmedizin der Charité in Berlin bei einer Veranstaltung von Chiron Behring in München gesagt. Das gelte auch, wenn Speichel auf eine offene Hautstelle oder Schleimhäute gelangt sei.

Wann sollte gegen Tollwut geimpft werden? Die STIKO empfiehlt Impfungen bei Kratzern oder Bissen durch tollwutverdächtige Tiere oder wenn Speichel auf Schleimhäute oder nichtintakte Haut gelangt ist.

Eine postexpositionelle Immunisierung besteht aus fünf i.m.-Injektionen eines modernen Zellkulturimpfstoffes (etwa Rabipur®) an den Tagen 0, 3, 7, 14 und 28. Bei Kratzern, Bissen sowie Kontamination von verletzter Haut oder Schleimhäuten mit Speichel oder Impfködern soll zudem passiv mit spezifischen Immunglobulinen bei der ersten Impfung immunisiert werden. Wurde nur gefüttert, gestreichelt oder ein Impfköder berührt und die Haut ist intakt, muß nicht geimpft werden.

Die STIKO empfiehlt eine Prophylaxe bei Tierärzten, Jägern, Forstarbeitern in Tollwutregionen, für Laborpersonal mit Kontakt zu Tollwutviren sowie vor Reisen in Endemiegebiete (wir berichteten).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

© Vladimir Vladimirov | iStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Round-Table-Gespräch

Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

© Aitor Diago | Getty Images

Wer, wann, womit?

Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Kolumne: Spitzensport schützt – und hinterlässt Spuren

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie kommuniziert man Zahlen und Risiken verständlich, Dr. Lühnen?

Lesetipps
Einzelne Bilder von Lebensmitteln die reich an Histamin sind.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen

Schatten eines übergewichtigen Menschen an einer Wand.

© Luluraschi / stock.adobe.com

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom