Ärzte Zeitung, 01.04.2004

Gute Compliance bei Verhütung im Wochenrhythmus

DÜSSELDORF (hbr). Ein Verhütungspflaster bietet eine sichere und verträgliche Kontrazeption ohne Gewichtszunahme. Der nötige wöchentliche Pflasterwechsel fällt dabei Frauen nach Studienergebnissen leichter als die tägliche Einnahme der Pille.

Die wöchentlich zu wechselnden Verhütungspflaster (Evra®) werden drei Wochen lang von den Anwenderinnen getragen. Dann folgt eine pflasterfreie Woche, in der die Entzugsblutung eintritt.

In einer Studie verwendeten die Frauen das Pflaster zu 89 Prozent entsprechend den Vorschriften, im Vergleich zu 79 Prozent bei einem oralen Kontrazeptivum. Das hat Professor Thomas Rabe von der Universität Heidelberg auf einem Symposium von Janssen-Cilag in Düsseldorf berichtet.

Zudem bietet das Pflaster eine zwei Tage umfassende Wirkstoffreserve. Das ist eine wichtige Zusatz-Sicherheit für vergeßliche Frauen. Zahlen aus Frankreich belegten, daß immerhin jede dritte Schwangerschaft ungeplant entsteht, hat Privatdozent Christoph Keck von der Universität Freiburg berichtet. Zwei Drittel davon entstünden trotz Anwendung einer Verhütungsmethode.

Die Wirkung des Pflasters basiert auf Ovulationshemmung, Spermien-Stop durch erhöhte Viskosität des Zervixschleims und zusätzlich einer Hemmung der Eizellen-Einnistung. Die kontrazeptive Sicherheit sei ähnlich hoch wie bei der Pille, betonte Rabe. Bei einem Körpergewicht über 90 Kilo sei kontrazeptive Wirksamkeit jedoch verringert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »