Ärzte Zeitung, 10.02.2005

FUNDSACHE

Ist Liebe etwas Krankhaftes?

Verliebte fiebern dem Zusammensein mit dem geliebten Menschen entgegen. Die kleinste Berührung elektrisiert. Das Herz rast bei einem Kuß. Man schwebt wie auf Wolken - ein herrlich verrückter Zustand.

Und das soll pathologisch sein? Verliebte sollen krank - liebeskrank - sein und der Therapie bedürfen? Das jedenfalls meint der britische Psychologe Frank Tallis in der Zeitschrift "The Psychologist". Er glaubt, bei Liebenden Depressionen, Manie und Zwangsstörungen diagnostizieren zu können.

Depression, wenn sie sich verlassen oder betrogen fühlen. Manie, weil sie nur noch an den Geliebten denken können. Zwangsstörungen, wenn sie etwa dauernd die E-Mail-Inbox checken, ob nicht ein süßes Wort des/der Geliebten gekommen ist.

Nicht normal? Klar, Verliebtsein ist eben ein Ausnahmezustand. Aber pathologisch? Sicher nur in Einzelfällen. Man kann Mister Tallis nur wünschen, daß er sich schleunigst selbst verliebt. (ug)

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