Ärzte Zeitung, 07.03.2005

Wenn überhaupt Alkohol, dann zum Essen

NEW YORK (ob). Mäßiger Alkoholgenuß hat einen gewissen Schutzeffekt auf Herz und Gefäße. Exzessiver Alkoholkonsum schädigt dagegen eindeutig die Gesundheit. So erhöht sich etwa das Risiko für einen Bluthochdruck. Doch nicht nur die konsumierte Alkoholmenge entscheidet über die gesundheitlichen Auswirkungen. Auch das Muster des Trinkverhaltens scheint Einfluß auf das Risiko körperlicher Schäden durch Alkohol zu haben.

Dafür sprechen Ergebnisse einer Untersuchung der Arbeitsgruppe um Dr. Saverio Stranges, die in der Western New York Health Study bei 2609 Männern und Frauen die Auswirkungen bestimmter Trinkgewohnheiten speziell auf das Blutdruckverhalten analysiert hat (Hypertension 44, 813).

Wie die Untersucher feststellten, hatte ein moderater Alkoholkonsum begleitend zum Essen keine negativen Auswirkungen auf den Blutdruck. Dagegen hatten Personen, die Alkohol überwiegend unabhängig von einer Mahlzeit zu sich nahmen, häufiger Bluthochdruck als abstinente Studienteilnehmer.

Bei entsprechendem Trinkverhalten war das Hypertonie-Risiko im Vergleich zu dem der Personen, die Alkohol mieden, um 64 Prozent erhöht. Diese Assoziation von Alkoholkonsum ohne gleichzeitiges Essen und Bluthochdruck war unabhängig von der Alkoholmenge.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »