Ärzte Zeitung, 03.07.2006

KOMMENTAR

Kondome schützen - auch vor Krebs

Von Peter Leiner

Man kann es nicht oft genug sagen und schreiben: Kondome schützen! So lautet ja auch der Wahlspruch der erfolgreichen Aids-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wegen der entsprechenden Studienergebnisse im Zusammenhang mit HIV.

Die jetzt veröffentlichte US-Studie mit jungen Frauen erweitert nun das Spektrum jener Infektionskrankheiten, vor denen man sich durch Anwendung von Kondomen schützen kann, auf Infektionen mit Papillomaviren. Bisher fehlten valide Daten zur Übertragung der Viren, die an der Entstehung des Zervix-Ca beteiligt sind.

Die Studie belegt zudem, daß nur die richtige Anwendung des Kondoms - und zwar auch zum richtigen Zeitpunkt - Schutz bietet. Denn schon bei einem Kontakt infizierter Hautpartien mit der Vaginalschleimhaut können sich Frauen infizieren. Das Kondom erst vor der beabsichtigten Penetration anzulegen, ist viel zu spät.

Jungen Mädchen und Frauen sollte bei einer Beratung klar gemacht werden, wie wichtig es ist, bei sexuellen Kontakten immer auf den - korrekten! - Gebrauch von Kondomen zu bestehen. Nicht nur wegen HIV, sondern auch wegen anderer sexuell übertragbarer Keime.

Lesen Sie dazu auch:
Kondom schützt vor Papillomaviren

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