Ärzte Zeitung, 29.09.2006

Mittel gegen Problemkeime

Hohe Heilungsraten bei schweren Infekten mit Tigecyclin

HEIDELBERG (eb). Gegen lebensbedrohliche Infektionen hat sich das neue Antibiotikum Tigecyclin bewährt, wie Dr. Dierk Schmitt vom Universitätsklinikum Leipzig berichtet hat. Das Medikament ist zugelassen gegen komplizierte Haut- und Weichteil- sowie intraabdominelle Infektionen.

Zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tigecyclin (Tygacil®) als Monotherapie liegen Ergebnisse aus Zulassungsstudien mit über 3000 Patienten vor. Patienten mit komplizierten intraabdominellen Infektionen seien mit dem Antibiotikum zu 86 Prozent geheilt worden, sagte Schmitt bei einer Veranstaltung von Wyeth Pharma.

Das neue Antibiotikum wird zweimal täglich i.v. appliziert. Die Startdosis beträgt 100 mg gefolgt von 50 mg alle zwölf Stunden. Bei der Dosis von zweimal täglich 50 mg beträgt die Halbwertszeit 42,5 Stunden. Etwa 22 Prozent der Substanz werden über die Nieren ausgeschieden, fast zwei Drittel über Galle und Stuhl. Daher sei bei Patienten mit Niereninsuffizienz keine Dosisanpassung nötig, so Schmitt.

Bei Patienten mit leichten bis mittleren Leberschäden ist - anders als irrtümlich berichtet - ebenfalls keine Dosisanpassung nötig. Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen sollte nach der Anfangsdosis von 100 mg auf 25 mg alle zwölf Stunden reduziert werden.

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