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Bis zu eine Million Norovirus-Kranke werden erwartet

BERLIN (gvg). Bis zu eine Million Patienten mit Brechdurchfall durch Noroviren werden diesen Winter erwartet. Das hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Professor Reinhard Kurth, gesagt. Das RKI mahnt verstärkte Hygienemaßnahmen an.

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Allein aus NRW waren im Januar 4300 Noroviruskranke an das RKI gemeldet worden im Vergleich zu bundesweit 751 im Dezember 2005. Alte Menschen sind durch Noroviren besonders gefährdet, betont der Infektionsepidemiologe Dr. Ulrich van Treeck vom Landesgesundheitsdienst NRW in Münster im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

So waren alle 19 Menschen, die 2006 in Deutschland durch die Infektion gestorben sind, älter als 70 Jahre. Infizieren kann sich aber jeder. "Die hohen Zahlen gemeldeter Infektionen bei Alten verzerren die Realität, weil in Heimen viel öfter eine Stuhldiagnostik gemacht wird", betonte van Treeck. Die wichtigste Ansteckungsquelle sind außer kontaminierten Lebensmitteln infizierte Menschen, die die Viren mit dem Stuhl ausscheiden, aber auch - etwa durch Erbrechen - über die Luft übertragen können. Im Normalfall heilen Norovirus-Infektionen nach zwei Tagen aus.

Das RKI rät zur Eindämmung der Infektionen, Patienten in einem Zimmer mit eigenem WC zu isolieren. Türgriffe und weitere Oberflächen, mit denen ein Patient in Kontakt gekommen ist, sollten mit viruziden Desinfektionsmitteln täglich abgewischt werden, die Sanitäranlagen häufiger. Kontaminierte Flächen sollten sofort nach Anlegen eines Mundschutzes mit Viruzida gesäubert werden. Im Umgang mit Patienten ist sorgfältige Handhygiene mit Desinfektionsmitteln wichtig. Kontaktpersonen wie Besucher sollten in Handhygiene unterwiesen werden.

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