Ärzte Zeitung, 29.05.2007

FSME-Impfung sollten jetzt nur besonders Gefährdete kriegen

Impfstoff knapp / Paul-Ehrlich-Institut berät Kollegen

LANGEN (hub). Derzeit ist der FSME-Impfstoff knapp. Deshalb sollten jetzt nur Menschen gegen FSME geimpft werden, die ein hohes Risiko für eine FSME-Infektion haben. Das empfiehlt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

Zeckenkontrolle - auch zwischendurch - ist richtig. So werden durch die Spinnentiere übertragene Krankheiten vermieden. Foto: Novartis Behring

Das PEI hat Handlungsempfehlungen für Kollegen erarbeitet. Sie sollen helfen, mit dem knappen Impfstoff effektiv umzugehen.

Bevorzugt geimpft werden danach Menschen mit hohem Infektionsrisiko. Das sind Personen, die in Risikogebieten leben oder dorthin fahren, und die zudem ein hohes Expositionsrisiko haben. Das trifft dann zu, wenn man viel in der Natur ist. Kommen beide Faktoren zusammen, sollte ein belastbarer Impfschutz gegen FSME vorhanden sein.

Das heißt: Es sind zwei FSME-Impfungen nötig, die nicht länger als drei Jahre zurückliegen dürfen. Sind schon mehr als drei Jahre seit den beiden Impfungen vergangen, wird zu erneuter Impfung geraten. Und: Bevorzugt sollten jetzt auch diejenigen Risikopersonen geimpft werden, die innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate ihre erste FSME-Impfung bekommen haben.

Obwohl die Hersteller dieses Jahr mehr FSME-Impfstoffdosen als in den Jahren zuvor produziert haben, ist die Vakzine vorübergehend knapp geworden. Nur ein Grund ist, dass erst kürzlich weitere Landkreise als FSME-Risikogebiete eingestuft worden sind.

Die Handlungsempfehlungen mit Entscheidungsbaum gibt es im Internet unter: www.pei.de/fsme

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Wer soll jetzt gegen FSME geimpft werden, und welche sonstigen Schutzmaßnahmen gibt es?

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