Ärzte Zeitung, 06.02.2008

Deferoxamin fördert Angiogenese

BIRMINGHAM (ple). Die Substanz Deferoxamin gegen Eisenüberladung fördert offenbar die Gefäßneubildung. Dies geht aus Tierversuchen US-amerikanischer Forscher hervor. Sie hatten das Medikament in verletzte Knochen von Mäusen injiziert. Dadurch wurde das Wachstum von neuem Knochen und deren Heilung angeregt (PNAS 105 / 2, 2008, 686).

Die Angiogenese wird offenbar über jenen Stoffwechselweg angestoßen, der normalerweise aufgrund von Sauerstoffmangel zur Gefäßneubildung führt. Wie die Forscher um Dr. Thomas L. Clemens aus Birmingham in Alabama berichten, wird dabei der angiogenetische Faktor HIF-alpha sowohl durch Sauerstoffmangel als auch durch Arzneien wie Deferoxamin aktiviert.

Topics
Schlagworte
Allgemeinmedizin (27130)
Wirkstoffe
Deferoxamin (13)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »