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Tausendsassa bei der Prävention?

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Lange war vermutet worden, dass Kaffee wegen der anregenden Wirkung von Koffein auf Puls und Blutdruck das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöht.

Koffeinfreier Kaffee wurde daher über Jahrzehnte als gesunde Alternative zu dem Heißgetränk propagiert. Belege aus Studien gab es dazu allerdings nicht.

Jetzt legen immer mehr Untersuchungen das Gegenteil nahe: Bei erwachsenen Menschen schützt ganz normaler Kaffee offenbar vor einer Fülle von Krankheiten.

So war regelmäßiger Konsum des Heißgetränks in Studien mit einem verringerten Risiko für KHK, Schlaganfall, Diabetes, Depressionen, Demenz, chronischen Lebererkrankungen, Gliomen und tödlichem Prostatakrebs verbunden.

Forscher spekulieren dabei über antioxidative und antientzündliche Wirkungen von Kaffeeinhaltsstoffen, aber auch über mögliche enthaltene Wachstumsfaktoren und ebenso eine Verbesserung von Endothelfunktion und Insulinsensitivität.

Schlüssig lassen sich die Hinweise auf Krankheitsschutz aber nicht erklären.

Möglicherweise tragen auch besonders die regelmäßigen Pausen mit Kaffeegenuss zur Gesundheit bei.

Diesen kleinen Luxus sollte man Patienten ohne schwerwiegende Gründe nicht vorenthalten.

Lesen Sie dazu auch: Schutz vor Schlaganfall: Der Kaffee macht's

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