"Neue Gefahren erfordern neue Krisenpläne"

WIESBADEN (dpa). Internisten sehen "erhebliche Defizite" beim Katastrophenschutz in Deutschland. "Wir brauchen neue Krisenpläne, um auf neue Krisen vorbereitet zu sein", sagte Professor Peter Sefrin aus Würzburg beim Internistenkongreß in Wiesbaden.

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"Wer glaubt, sich allein auf Improvisation, Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit verlassen zu können, wird scheitern." Sefrin kritisierte damit den Bund, der sich inzwischen fast vollständig aus der Finanzierung des Katastrophenschutzes zurückgezogen habe. Nach der gegenwärtigen Rechtslage ist der Katastrophenschutz Ländersache. Nach Darstellung der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin hat der Bund seine Ausgaben im Zivilschutz in den 90er Jahren um 65 Prozent gekürzt. Seither habe der Umfang der Hilfsmöglichkeiten abgenommen, sagte Sefrin.

Die Bedrohungssituation habe sich verändert. Früher habe man vor allem an Naturkatastrophen wie Überschwemmungen gedacht. Heute sei die Bedrohung durch terroristische Akte dazugekommen, etwa mit biologischen Waffen.

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