Ärzte Zeitung, 20.02.2007

Patient bekam zum vierten Mal eine Lunge verpflanzt

HANNOVER (eb). Zum ersten Mal weltweit haben Chirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bei einem Patienten zum vierten Mal eine Lunge transplantiert.

"Wir sind mit dem Ergebnis dieser Operation sehr zufrieden", berichtet PD Martin Strüber, Leitender Oberarzt der Abteilung Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie.

Der 41-jährige Patient litt an pulmonaler Hypertonie. Die durchschnittliche Lebenserwartung ohne Therapie beträgt dabei nach Angaben der Ärzte drei Jahre ab der Diagnose. Der Patient aus der Region Jena hatte erstmals 1992 einen neuen Lungenflügel erhalten. Bereits eineinhalb Jahre später verpflanzten ihm MHH-Chirurgen eine komplett neue Lunge. Die nächste Lunge wurden dann 1998 transplantiert.

"Durchschnittlich überleben Patienten eine Lungentransplantation sechs bis sieben Jahre", so die Ärzte. Bei einer erneuten Transplantation sei die Überlebensrate genau so hoch wie bei der ersten Verpflanzung. Die Op sei aber komplizierter: Die transplantierten Organe verwachsen im Brustkorb, es entsteht vernarbtes Gewebe, das alte Transplantat ist deshalb schwieriger zu entfernen.

Topics
Schlagworte
Chirurgie (3294)
Organisationen
MHH (719)
Krankheiten
Bluthochdruck (3200)
Transplantation (2148)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »