Ärzte Zeitung, 17.09.2007

Herzkranke Kinder warten lange auf Organ

AACHEN (ras). Der Mangel an Organspenden betrifft auch herzkranke Kinder und Säuglinge. Darauf macht der Bundesverband Herzkranke Kinder e. V. (BVHK) in Aachen aufmerksam.

Eine Herztransplantation ist oft die letzte Rettung für herzkranke Kinder, bei denen andere Therapien nicht mehr möglich sind. Doch die Aussichten, rechtzeitig ein geeignetes Spenderorgan zu finden, sind gerade für Säuglinge und Kinder mit langen Wartezeiten verbunden, so Hermine Nock, Geschäftsführerin des BVHK.

Einem Säugling kann aufgrund der Größenverhältnisse nur ein entsprechend kleines Spenderherz übertragen werden. Zugleich ist bei sehr jungen Patienten die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Transplantat nicht abgestoßen und die Lebensqualität relativ gut wird: Fünf Jahre nach dem Eingriff liegt die Überlebensrate bei 80 Prozent, nach zehn Jahren bei 72 Prozent. Die Vorgaben für Vorbereitung und Ablauf der Organentnahmen müssten verbessert und in den Klinikalltag integriert werden, fordert Hermine Nock.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »