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KOMMENTAR

Ermutigendes für Krebspatienten

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Für junge Männer mit Krebs ist die Meldung aus Großbritannien zunächst einmal eine gute Nachricht: Selbst 21 Jahre langes Einfrieren der Spermien bei minus 196 °C und das Auftauen schaden offenbar nicht allen Samenfäden. Es sind selbst nach so langer Zeit noch genügend vitale Spermien vorhanden, die sich in vitro zur künstlichen Befruchtung in eine Eizelle injizieren lassen und damit Grundlage für ein gesundes Neugeborenes sind.

Dieser Bericht ermutigt vielleicht noch mehr Patienten als bisher, vor einer Krebstherapie Spermien zur Lagerung einfrieren zu lassen, um sich später vielleicht doch noch einen Kinderwunsch erfüllen zu können. So wie es viele Onkologen empfehlen.

Zwar ist der britische Junge noch immer gesund, doch jetzt noch nicht einmal zwei Jahre alt. Derzeit läßt sich also darüber, ob das Einfrieren über mehr als zwei Dekaden die körperliche und geistige Entwicklung ohne Folgen ist, noch lange nichts aussagen.

Die britischen Reproduktionsmediziner stehen jetzt in der Pflicht, mögliche negative Folgen der Lagerung auf die Entwicklung unverzüglich bekannt zu geben. Auch zum Wohle der Krebspatienten, die sich für eine Kryokonservierung der Spermien entscheiden wollen.

Lesen Sie dazu auch: Gefrorenes Sperma hält Dekaden

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