Ärzte Zeitung, 05.10.2004

Ministerin: Mütter sollen Säuglinge länger stillen!

NEU-ISENBURG (Smi/ag). Mütter in Deutschland sollen ihre Kinder länger stillen. Das forderten Professor Hildegard Przyrembel, Vorsitzende der Nationalen Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung, und Verbraucherschutzministerin Renate Künast aus Anlaß des 10jährigen Bestehens der Kommission.

"Wir haben uns norwegische Verhältnisse zum Ziel gesetzt", so Hildegard Przyrembel. "Dort werden im Alter von sechs Monaten noch 80 Prozent der Kinder voll gestillt." In Deutschland komme nur noch jedes zweite Kind in diesem Alter in den Genuß des "Supercocktails".

Renate Künast bemängelte, daß fast 60 Prozent der Mütter in Deutschland ihr Kind nur noch bis Ende des zweiten Monats voll stillten. Dabei fördere Stillen nicht nur die Mutter-Kind-Beziehung durch intensiven Körperkontakt. Gestillte Säuglinge hätten auch ein deutlich geringeres Erkrankungsrisiko.

In der Nationalen Stillkommission arbeiten Ärzte, Hebammen, Still-Beraterinnen und Selbsthilfegruppen für verbesserte Still-Bedingungen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »