Ärzte Zeitung, 13.04.2005

Vom Transfer von drei Embryonen ist abzuraten

Empfehlung, sich auf zwei Embroynen zu beschränken

Eine sich teilende Eizelle in der Kulturschale nach einer künstlichen Befruchtung. Foto: dpa

MÜNCHEN (wst). In Deutschland dürfen nach einer In-vitro-Fertilisation maximal drei Embryonen in die Gebärmutter implantiert werden.

Zumindest bei Frauen unter 35 Jahren sollte man sich aber auf zwei Embryonen beschränken, empfiehlt die Frauenärztin Dr. Ute Czeromin vom Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Der Grund: Bei Frauen unter 35 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft nur geringfügig höher, wenn drei anstelle von nur zwei Embryonen in den Uterus transferiert werden.

Dagegen ist das Risiko für eine Drillingsschwangerschaft mit all ihren Gefahren bei der Verpflanzung von drei Embryonen dramatisch erhöht, wie Czeromin auf einer Veranstaltung des Unternehmens Serono in München gesagt hat.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »