Ärzte Zeitung, 21.11.2005

Häusliche Gewalt - neuer Leitfaden für die Praxis

FRANKFURT/MAIN (ine). Hausärzte sind in der Praxis oft erste Ansprechpartner für Frauen, die häusliche Gewalt erfahren haben. Die Beratungsstelle Frauennotruf in Frankfurt/Main bietet Ärzten einen speziellen Anamnese- und Dokumentationsbogen für die Behandlung der Patientinnen an. Der Bogen wurde vom hessischen Sozialministerium entwickelt.

Die Formulare sollen Ärzten die Dokumentation erleichtern. Sie bieten zudem eine Orientierungshilfe für eine zügige und qualifizierte Diagnose und Behandlung. Unter anderen werden Ärzte informiert, wie ein Attest aussehen muß, um vor Gericht bestehen zu können.

Auch Tips fürs Patientengespräch sind darin zu finden. Zwei Seiten mit Adressen und Telefonnummern von Notrufen und Beratungsstellen in ganz Hessen runden das Angebot ab.

"Der Bogen kann sowohl als Leitfaden für das Gespräch als auch als Anleitung für eine gründliche Untersuchung dienen", heißt es bei der Beratungssstelle Frauennotruf.

Weitere Infos zum Thema im Internet: www.frauennotrufe-hessen.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »