Direkt zum Inhaltsbereich

HPV-Impfstoff bei jungen Mädchen sehr immunogen

NEU-ISENBURG (ikr). Ein neuer Impfstoff schützt junge Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren möglicherweise länger als junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahren vor einer Infektion mit krebsauslösenden humanen Papillomviren. Hinweise darauf gibt es jetzt aus einer Phase-3-Studie mit mehr als 600 Teilnehmerinnen.

Veröffentlicht:

Die Vakzine des Unternehmens GlaxoSmithKline richtet sich gegen die humanen Papillomviren (HPV) vom Typ 16 und 18, die zusammen etwa 70 Prozent aller Zervix-Karzinome auslösen.

In einer Phase-2-Studie hat sich der Impfstoff bei jungen Frauen zwischen 15 und 25 Jahren bereits als 100prozentig wirksam erwiesen, was den Schutz vor einer persistierenden HPV-Infektion betrifft (Lancet 364, 2004, 1757). Die Vakzine wurde gut vertragen. Aufgrund der günstigen Ergebnisse wird der Impfstoff mittlerweile in mehreren Phase-3-Studien untersucht.

In einer der Studien ist die Vakzine bei 158 Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren im Vergleich zu 458 Frauen zwischen 15 und 25 Jahren geprüft worden. Alle Studienteilnehmerinnen wurden dreimal innerhalb von sechs Monaten geimpft, wie das Unternehmen mitgeteilt hat. Zweimal wurden die Antikörpertiter mit einem ELISA-Test bestimmt.

Bei der zweiten Untersuchung nach sieben Monaten waren alle Geimpften seropositiv für HPV 16 und 18. Die Antikörpertiter waren bei den 10- bis 14jährigen Mädchen für HPV 16 und 18 jedoch mindestens doppelt so hoch wie bei den 15- bis 25jährigen jungen Frauen. Möglicherweise bedeute dies, daß der Impfschutz bei jungen Mädchen länger anhält, so das Unternehmen.

Mehr zum Thema

Fehlende Folgediagnosen verfälschen das Bild

Zi: Endometriose wird in Abrechnungsdaten häufig unterschätzt

Frauengesundheit

Wechseljahre-Telefon der BARMER geht an den Start

Das könnte Sie auch interessieren
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

© imran kadir photography | Getty Images

Impfskepsis in der Praxis

Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ascariasis

Wurm in der Hose: Was tun bei hartnäckigem Spulwurmbefall?

Fehlende Folgediagnosen verfälschen das Bild

Zi: Endometriose wird in Abrechnungsdaten häufig unterschätzt

Lesetipps
Karzinom in der Bauchspeicheldrüse in schematischer Darstellung

© Crystal light / stock.adobe.com

Chance auf frühe Diagnose?

Pankreaskrebs: Welche Verschreibungen Verdacht wecken sollten

Eine Agarplatte mit angewachsenen Pilzkolonien.

© Saiful52 / stock.adobe.com

Prophylaxe, Diagnostik und Therapie

Pilzinfektionen in der Hämatologie/Onkologie: So gehen Sie vor

Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren