Direkt zum Inhaltsbereich

Raloxifen schützt vor Brustkrebs

PITTSBURGH (ikr). Der selektive Estrogen-Rezeptor-Modulator Raloxifen schützt nicht nur vor osteoporotischen Frakturen, sondern auch vor Brustkrebs. Nach neuen Studiendaten von fast 20 000 Frauen ist das Osteoporose-Mittel ähnlich effektiv wie Tamoxifen, das in den USA bereits zur Primärprävention von Brustkrebs zugelassen ist.

Veröffentlicht:

Zur Erinnerung: In einer früheren Studie war die Brustkrebsrate mit Tamoxifen bei Frauen über 60 Jahre nur etwa halb so groß wie mit Placebo (J Natl Cancer Inst 90, 1998, 1371). Aber: Die Rate der Endometriumkarzinome und die der Thromboembolien war mit dem Verum erhöht.

In der jetzt publizierten STAR (Study of Tamoxifen and Raloxifene)-Studie erhielten 19 747 Frauen in der Postmenopause mit erhöhtem Brustkrebsrisiko fünf Jahre lang täglich 20 mg Tamoxifen oder 60 mg Raloxifen (JAMA online 5. Juni 2006). Primäre Endpunkte waren invasive Mammakarzinome, Uteruskarzinome, Thromboembolien und Knochenfrakturen.

Mit Tamoxifen gab es 163 invasive Brusttumoren und mit Raloxifen 168. Die Rate der Thromboembolien war mit Raloxifen signifikant geringer als mit Tamoxifen, die der Endometriumkarzinome war leicht, aber nicht signifikant geringer. Die Rate der osteoporotischen Frakturen war in beiden Gruppen ähnlich. Keinen wesentlichen Unterschied gab es auch hinsichtlich der subjektiven Verträglichkeit der beiden Substanzen.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern mit Vorerkrankungen

Hornhautinfektion durch Pilze

Pilzkeratitis: CRISPR-Test hilft bei unklaren Verdachtsfällen

Lesetipps
Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

Eine Illustration zeigt, wie mittels einer Spritze ins Auge gestochen wird.

© Asset Arc / stock.adobe.com / generated AI

Neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration

Anti-VEGF-Injektionen: Versäumte Termine kosten nAMD-Patienten wohl Sehschärfe