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Kondom schützt vor Papillomaviren

WASHINGTON (cin). Die Benutzung von Kondomen reduziert bei jungen Frauen das Risiko, an humanen Papilloma-Viren (HPV) zu erkranken. Teenager sollten deshalb schon vor dem ersten Geschlechtsverkehr über die Vorteile der Kondombenutzung aufgeklärt werden.

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Wird beim Geschlechtsverkehr immer ein Kondom benutzt, infizieren sich innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem ersten Geschlechtsverkehr 38 von 100 Frauen mit HPV. Von den Frauen, bei denen der Anteil sexueller Kontakte mit Kondom unter fünf Prozent liegt, sind es innerhalb eines Jahres dagegen 89 von 100, wie aus einer Studie der Uni Washington hervorgeht (NEJM 2006, 254, 25).

An der Studie von 2000 und 2005 nahmen 81 gesunde, nicht-schwangere Studentinnen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren teil. Die Frauen waren entweder Jungfrauen, oder ihr erster Geschlechtsverkehr hatte in den zwei Wochen vor Studienbeginn stattgefunden.

    Daten nicht auf Ältere übertragbar.
   

Zu Studienbeginn und etwa alle weiteren vier Monate wurde eine gynäkologische Untersuchung mit vaginalem, zervikalem und vulvovaginalem Abstrich gemacht, um verändertes Epithel zu erkennen. Mit einem Papanicolaou-Test wurde nach HPV gesucht. Zudem mußten die Frauen alle zwei Wochen in einem Tagebuch ihr Sexualleben und die Kondombenutzung dokumentieren.

Die Studienergebnisse belegen eine Korrelation zwischen der Frequenz der Kondombenutzung und dem Risiko einer HPV-Infektion.

Zudem geht aus den Daten hervor, daß eine HPV-Übertragung nicht nur durch Penetration, sondern schon bei Kontakt von Penis und Vagina erfolgen kann. Schließlich hatten in der Studie Frauen, deren Partner immer Kondome benutzten, keine neuen Läsionen der Zervixschleimhaut.

Dr. Rachel Winer aus Washington und ihr Team betonen, daß die in der Studie gewonnenen Daten nicht auf ältere Frauen oder auf Frauen mit niedrigem Sozialstatus übertragbar sind.

Weitere Informationen zu humanen Papillomaviren unter www.rki.de

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Kondome schützen - auch vor Krebs

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