Ärzte Zeitung, 09.11.2006

Raucherinnen werden schwerer schwanger

OXFORD (dpa). Starkes Rauchen schädigt bei Frauen die Gebärmutter und schmälert nach den Daten einer Studie die Chancen auf eine Schwangerschaft. Häufiges Rauchen wirke sich direkt auf das Gewebe der Gebärmutter aus und erschwere Embryonen das Einnisten, berichtete die Arbeitsgruppe um Dr. Sérgio Soares aus Lissabon ("Human Reproduction", Online-Vorab).

Demnach würden starke Raucherinnen bei künstlicher Befruchtung nach einer Eizellspende deutlich seltener schwanger als Frauen, die nur wenig rauchen. Die Forscher untersuchten die Erfolgsquote von Eizellspenden - in Deutschland nicht erlaubt - bei 785 Raucherinnen.

Dabei wurden die gespendeten Eizellen anderer Frauen, die keine starken Raucherinnen waren, entnommen und später im Reagenzglas befruchtet. Alle Väter waren Nichtraucher. Anschließend wurden den Test-Frauen die befruchteten Eizellen eingepflanzt. Mehr als jede zweite Frau, die weniger als zehn Zigaretten geraucht hatte, wurde schwanger. Bei den starken Raucherinnen war die künstliche Befruchtung nur bei jeder dritten erfolgreich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »