Direkt zum Inhaltsbereich

Malariavakzine für Kinder in Sicht

MADRID (eis). Nach Jahrzehnten Forschungsarbeit ist jetzt ein Malaria-Impfstoff für Kinder in Sicht. Die Vakzine bietet zwar nur einen etwa 30prozentigen Schutz gegen Infektionen, verhindert aber zu 58 Prozent schwere Verläufe wie zerebrale Malaria oder schwere Anämie.

Veröffentlicht:

Diese Ergebnisse einer Phase-II-Studie mit über 2000 Kindern im Alter unter vier Jahren in Mozambique hat Dr. Joe Cohen von GlaxoSmithKline (GSK) bei einer Presseveranstaltung seines Unternehmens in Tres Cantos bei Madrid vorgestellt. Ein Teil der Kinder war in der Studie dreimal mit dem Impfstoff RTS,S/AS02A geimpft worden (wir berichteten).

In den folgenden sechs Monaten wurden alle Malaria-Erkrankungen registriert. Dabei war die Malaria-Prävalenz in der Verumgruppe um 37 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe vermindert. Gegen schwere Erkrankungen habe sich insgesamt ein Schutz von 58 Prozent und bei Kindern unter zwei sogar von 77 Prozent ergeben, so Cohen.

Wegen der besonders guten Wirksamkeit in den ersten Lebensmonaten soll die Vakzine jetzt bei Säuglingen geprüft werden. Zudem werde 2006 die Verträglichkeit des Impfstoffs mit anderen Vakzinen des Impfkalenders überprüft. Phase-III-Studien sollen 2007 beginnen. Das Unternehmen hofft, die Vakzine bis 2009 oder 2010 auf den Markt bringen zu können, sagte Cohen.

Den neuen Malaria-Impfstoff entwickelt GSK gemeinsam mit der Malaria Vaccine Initiative (MVI), die wiederum von der Bill and-Melinda-Gates-Foundation gefördert wird.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Ein Malaria-Impfstoff wird in Afrika dringend benötigt - eine erste Vakzine könnte es in fünf Jahren geben

Mehr zum Thema

Signifikante Assoziation

Begünstigen Gichtanfälle tachykarde Arrhythmien?

Nicht jede Diarrhoe geht von allein

Akuter Durchfall: Wann mehr als Teefasten nötig ist

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Woman with diabetes standing on top of the hill and looking at camera

© Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nicht jede Diarrhoe geht von allein

Akuter Durchfall: Wann mehr als Teefasten nötig ist

„ÄrzteTag“-Podcast

Cannabis-Blüten auf Kassenrezept sind raus – was sind die Alternativen?

Lesetipps
Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität