Ärzte Zeitung, 07.06.2006

Impfungen gegen Masern im Erdbeben-Gebiet

JAKARTA (dpa). Im Katastrophengebiet auf der indonesischen Insel Java sollen von heute an mit Hilfe der Vereinten Nationen mehr als 130 000 Kinder gegen die Masern geimpft werden. "Kinder, die schlecht ernährt sind und in überfüllten Quartieren leben, sind besonders anfällig für Krankheiten, die sich mit Impfungen vermeiden lassen", sagte der Chef des Gesundheitsprogramms des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, David Hipgrave, gestern. Die Lebensbedingungen könnten zur einer schnellen Ausbreitung der Masern führen, die dann möglicherweise in schwereren Krankheiten münden.

Zunächst sollen Kinder unter fünf Jahren in Yogyakarta und dem schwer verwüsteten Bezirk Klaten geimpft werden sowie Vitamin A erhalten. Danach sei eine Impfkampagne für Erwachsene gegen Tetanus geplant, hieß es weiter.

Durch das Erdbeben der Stärke 6,2 vom 27. Mai waren knapp 5800 Menschen ums Leben gekommen und 36 300 verletzt worden. Schätzungsweise Hunderttausende Menschen verloren ihr Zuhause.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »